Gender-Mainstreaming

Den Begriff hat jede/r schonmal gehört, geistert er doch oft genug durch die Medienlandschaft. Die meisten machen Witze drüber; keiner versteht was damit eigentlich gemeint ist.
So muss man zumindest vermuten, wenn man sich die Beschwerden einmal anhört. Auch bei diesem Thema herrscht breite Uninformiertheit, somit auch vorschnelle Vorverurteilungen und damit einher geht die Dekonstruktion einer gesellschaftlich wichtigen Strategie.

Wie definiert das Bundesministerium „Gender-Mainstreaming“?

Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.
[…]

Chancengleichheit also – Hört sich doch fair an?

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Um dem Anspruch der Berücksichtigung der Chancengleichheit von Männern und Frauen in sämtlichen Lebenslagen gerecht zu werden, wurde das Gender-Mainstreaming als querschnittsorientierte Gesellschaftsstrategie verfasst. Hierauf kann ich nur ein Loblied singen, und kann die Kritiken der Gegenposition absolut nicht und in keinem Punkt nachvollziehen.

Es hat aus meiner Sicht nur Vorteile nicht nur von Frauen und Männern (oder gar nur Arbeitnehmern, Bürgern, Wählern, …) zu sprechen. Sondern sämtliche Bestandteile der Gesellschaft differenzierter zu betrachten. Männer und Frauen können Jugendliche, Schüler, Studierende, Eltern, Rentner, Senioren, Alleinstehende usw sein. All diese Gruppen haben unterschiedliche Ansprüche an gesellschaftlicher Teilhabe.

  • Eltern benötigen mehr Zeit für Familienarbeit, als es vermutlich Alleinstehende tun. Eltern müssen ihr Arbeitsleben auf das Familienleben abstimmen. Arbeitszeiten, die vorschreiben um exakt 8 Uhr am Arbeitsplatz zu sein, arbeiten dem absolut entgegen. Warum sollte man nicht eine Stunde später kommen können, und hat zuvor den Nachwuchs zur Schule gebracht oder ähnliches. Flexible Arbeitszeiten haben in mehrerlei Hinsicht Vorteile.
  • Arbeitnehmer ab 50 Jahren haben zunehmends Probleme auf dem Arbeitsmarkt.
  • Medikamente auch an weiblichen Testpersonen testen! Frauen bekommen bisher „Männer-Medikamente“ verschrieben, deren Auswirkungen auf den weiblichen Organismus andere Effekte vermuten lassen.
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2 Kommentare zu “Gender-Mainstreaming

  1. Die einseitig theoretisierende Gender Mainstreaming-Ideologie begeht den fundamentalen Irrtum, die als entscheidende menschliche Gegebenheit vorliegenden neurophysiologischen Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann völlig auszuklammern bzw. fälschlicherweise zu behaupten, diese festgelegten Gegebenheiten um– bzw. dekonstruieren zu können.
    [Einzelheiten bezüglich unüberbrückbarer Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Frau sind in dem Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2013 nachzulesen]

    • Ich kann nur jeden dazu aufrufen, sich wegen dem vorgestellten Buch weiter zu informieren.

      1. Zum Einen tauchen das Buch und die Autoren -völlig überraschend!- nur in (fundamentalistisch) christlichen Bereichen im Weltnetz auf. Was ich von 2000 Jahre alten „Lehren“ (und erst Recht deren Übertragbarkeit in moderne Gesellschaften) halte ist meinen entsprechenden Webseiten-Inhalten zu entnehmen.
      2. Zum Zweiten haben sich die Autoren selbst eine Falle gestellt. Sie stellen die Forderung nach Gleichstellung und Gleichheit mit einer von ihnen selbst interpretierten Aussage der Forderung gleich, dass dies auch heiße, dass geschlechtslose Menschen propagiert würden. Dazu kann ich nur sagen: Ein geringfügig tieferer Einstieg hätte den Autoren offen gelegt, dass sie das Ganze völlig missverstehen. Es ist unbestritten, dass es biologische Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt. Gender-Theorie bedeutet, dass diese Unterschiede aber kein Grund zu Diskriminierungen sein sollten. Ferner besagt die Gender-Theorie, dass zwischen dem biologischen Geschlecht und dem sozialen Geschlecht (gender) unterschieden werden sollte. Die Unterschiede im sozialen Geschlecht lassen sich ausgleichen, sobald es keine Mädchen- und Jungenerziehungen und gesamtgesellschaftliche spezielle Erwartungshaltungen an Frauen oder Männer gibt.

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