Männerpolitik

Falls es in den übrigen Seiteninhalten noch nicht deutlich genug geworden ist:
Männerpolitik und Frauenpolitik müssen sich ergänzen, um zu einer ausgewogenen Geschlechterdemokratie und Gleichstellungspolitik zu führen!

Da hilft es weder die Arbeit des jeweils anderen Politikbereichs für bestehende Nachteile verantwortlich zu machen, oder in eine Anti-Haltung zu verfallen, noch nach der Abschaffung der gesamten Gleichstellungspolitik zu rufen.

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Allgemeines

  • Was macht das Bundesministerium in Sachen Männerpolitik?
  • Bericht zum Internationalen Männerpolitik-Kongress in Berlin Ende 2012.

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Grundsätzlich unterscheide ich nach meinen bisherigen Recherchen zwei Strömungen der Männerbewegung (siehe z.B. Wikipedia für den ersten Überblick):

  • Profeministische/ Emanzipierte/ Kritische/ Antisexistische Männerbewegung
  • Antifeministische/ Maskulinistische Männerrechtsbewegung

Profeministische/ Emanzipierte/ Kritische/ Antisexistische Männerbewegung

Es findet Kritik am vorherrschenden Verständnis von „Mann“ und „Männlichkeit“ statt.
Es werden vor allem Männerinteressen vertreten.
Es findet ein konstruktiver Geschlechterdiskurs für eine ausgewogene Geschlechterdemokratie statt.
Profeministisch heißt vor allem herrschende Macht- und Hierarchieverhältnisse zu hinterfragen und zu kritisieren. Unter dem System des Patriarchats leiden Frauen als auch Männer.

Dies sind die Strömungen innerhalb der Männerbewegung, die Dialog suchen und nicht ausschließen wollen. Ich unterstütze diese Arbeit sehr, daher ausführlichere Infos unter will mehr wissen.

Antifeministische/ Maskulinistische Männerrechtsbewegung

Da vermehrt antifeministische Inhalte in Bezug auf Männerpolitik auf den Interessierten/ die Interessierte hereinstürzen und öffentlich präsentiert werden, habe ich diese Strömung noch mitaufgelistet. Ich möchte hiermit zu einer besonders kritischen Auseinandersetzung mit den Inhalten aufrufen.

Vorweg eine Studie der Heinrich-Böll-Stiftung zum Thema „Antifeministische Männerrechtsbewegung“ (und ein Interview mit dem Autor), damit meine Blogbesucher/innen mit einem entsprechenden Bewusstsein an die nachfolgend gelisteten Seiten herangehen.
Ich habe jedenfalls denselben Eindruck über die antifeminisitische Männerrechtsbewegung gewonnen, den der Autor in der Studie schildert. Ich kann nur empfehlen die Studie zu überfliegen! Man beachte das Vorwort auf der Webseite, in dem die Reaktionen aus antifeministischen Bereichen dargestellt werden!

Die Argumente seitens der Gegner aus dieser Sparte in Sachen Gleichstellung, Gender-Mainstreaming und Feminismus sind meist den immergleichen Prinzipien unterworfen:

  • Abwehrmechanismus: Leugnung von Fakten/ einer Situation.
  • Blame the victim: Schuldumkehrung (z.B. „Frauen wollen in keine Führungspositionen. Warum also Frauenquote“; „Sie hatte einen Minirock an.“)
  • Sich selbst angesprochen fühlen (z.B. Mehrheit von Vergewaltigenden sind Männer –> das heißt NICHT, dass JEDEM MANN vorgeworfen wird bereits vergewaltigt zu haben!! Oder: Opfer von häuslicher Gewalt sind mehrheitlich Frauen –> das heißt NICHT, dass männliche Opfer geleugnet werden!!). Führt zum Abwehrmechanismus.
  • Völlige Falschinterpretation des Feindbilds Gleichstellung & Feminismus: Selbst oberflächiger Einstieg in Materie fehlt. Selbstprojizierte Vorstellungen davon, was Gleichstellung und Feminismus angeblich fordern.
  • Monokausale Sündenbocksuche & Opfer-Inszenierung: Bestehende Diskriminierungen gegenüber Männern sind automatisch die Schuld von Frauen- und/oder Gleichstellungspolitik.
  • Frauen- und Männerpolitik als sich gegenüberstehende Feinde: Hier haben einfach noch nicht alle verstanden, dass Gleichstellung erklärtes GEMEINSAMES Ziel für eine ausgewogene Geschlechterdemokratie ist und es keine zwei Fronten gibt!!
  • Ursachen von Diskriminierungen von Männern und Frauen sind nicht in den vorherrschenden Macht- und Hierarchieverhältnissen zu suchen.
  • Unfähigkeit zu sachlichen Diskussionen.

Innerhalb der Männerrechtsbewegung sind zwei Flügel zu unterscheiden. Der rechte Flügel stellt alles in Frage (Gender, Geschlechterforschung, Gender-Mainstreaming, und erst Recht Feminismus), er hat fundamentalistisch religiöse und reaktionäre Gesellschafts- und Geschlechtsvorstellungen.
Sympathischer ist dann eher die linke Männerrechtsbewegung, deren Ziel ebenfalls die Gleichstellung von Mann und Frau ist. Sie streitet das Hinterfragen von Geschlechterrollen nicht ab, schließt Frauen nicht aus, vertritt vor allem Jungen- und Männerinteressen. Aber auch der linke Flügel der Antifeministen ist antifeministisch. Es tauchen in sämtlichen Publikationen, Webseiten und Diskussionen die immergleiche handvoll Repräsentanten auf.  Es ist also von einer repräsentierten Minderheit auszugehen.

Infostellen:
Jeweils mit Arne Hoffman als erklärter Antifeminist und Vertreter Linker Männerpolitik. Dem Großteil der Forderungen pflichte ich bei. Die Webinhalte zur Untermauerung der Forderungen sind jedoch häufig zweifelhaft.

Andere

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